Veröffentlicht am 01.09.2026 / 00:01
Martha scheint Anfang des 20. Jahrhunderts vom Pech verfolgt zu sein. Ihr Vater verlässt die Familie und lässt Martha, ihre Schwester und ihre Mutter allein zurück. Geld ist knapp, jeder Tag ist ein Kampf.
Irgendwann geht es Martha zwar finanziell besser, doch ihr Mann Emil hackt sich bei der Arbeit ein Bein ab und stirbt kurze Zeit später. Bald darauf stirbt auch noch die gemeinsame Tochter und Martha wird selbst schwer krank. Auch wenn sie immer wieder von vorn anfangen muss, glaubt sie daran, dass sie ein besseres Leben führen kann. Am besten eines in Saus und Braus.
Doch dann beginnt die Polizei, sich für die Todesfälle in ihrem Umfeld zu interessieren. Und was zunächst nach einer Verkettung tragischer Schicksalsschläge aussieht, entwickelt sich zu einem der spektakulärsten Kriminalfälle der österreichischen Zwischenkriegszeit.
Hinweis: Der Begriff „Halbjüdin“ kann als abwertend verstanden werden. Das war selbstverständlich nicht beabsichtigt. Präziser wäre es gewesen, von ihrer jüdischen Abstammung zu sprechen, die im Kontext der nationalsozialistischen Verfolgung ebenfalls eine Rolle dabei spielte, dass die Todesstrafe gegen sie vollstreckt wurde.